Persönliches

Mein Jahresrückblick 2021: Wagen und Wachsen

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Achtung, es wird wieder episch!
Hier kommt mein Jahresrückblick 2021 – sehr bunt und über 3000 Wörter lang. Ich habe es zum zweiten Mal gewagt! Von Judith Peters organisiert und 1A durchgeführt – die Jahresrückblog-Challenge vom 1. bis zum 20. Dezember. Wagen und Wachsen waren meine zwei Hauptaktionen im Jahr 2021. Auch wenn es keine Vergnügungsfahrt war, ich blicke gern auf die letzten zwölf Monate zurück.

Das war in 2021 neu

Ich liebe es, wenn das Leben mich überrascht. Wenn neue Projekte sich zu den geplanten gesellen. So war es auch in deisem Jahr. Ich bin die Stimme einer Meditation-App geworden und ich habe die Leitung eines Business Theaters übernommen. Sachen, die ich mir nicht vorgenommen habe. Sachen, die mir „zugefallen“ sind. Doch eins nach dem anderen:

100 Meditationen für INNER JOY:

Ende Februar schrieb mir meine ehemalige Teilnehmerin, ob ich nicht Interesse hätte, Meditationen auf Russisch einzusprechen. Am nächsten Tag führte ich ein Interview mit der Mitbegründerin von INNER JOY Burcu Yapar. Zwei Stunden später durfte ich die ersten Probeaufnahmen machen:

Probeaufnahmen für INNER JOY

Nach der bestandenen Probe durfte ich in die Welt der Mediation eintauchen, übersetzte Texte korrigieren und das Geschriebene in eine persönliche Einleitung umwandeln. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich manche Abläufe beim Meditieren und Stimmarbeit erstaunlich ähneln. Nach ca. drei Monaten Aufnahmenmarathon (nachts und am Wochenende) war es vollbracht! 100 Meditationen landeten in der russischen Version von INNER JOY! Reaktion von meiner Mama nach der Gute-Nacht-Meditation: ich bin endlich sofort eingeschlafen!

100 Meditationen sind online!

Business Theater Übergabe:

Wenn ich Wörter „Business“ und „Theater“ in einem Atemzug nenne, ernte ich meistens verwundete Blicke. Dabei sind es für mich zwei Sachen, die sich wunderbar ergänzen!

Seit 2011 war ich ein aktives Mitgleid von Silver Key Solutions, einem internationalen Unternehmen, das von Schauspielern, Regisseuren und Theaterwissenschaftlern ( u.a. Rachel Karafistan) geleitet wurde. Ob bei ESMT (European School of Management and Technology) oder in der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin – unsere Rollenspiele waren ein Highlight bei jedem Training.

Business Theater in Action!

Diesen Sommer, als ich mitten in den Endproben für „ASTA! ASTA! ASTA!“ steckte, erreichte mich die Nachricht, Silver Key Solution plane sich aufzulösen. Dabei haben wir gerade festgestellt, dass unsere Produkte auch online hervorragend funktionerten und somit coronasicher waren. Und jetzt soll alles weg? Nein!
Ich habe mich sofort bei den Gründern gemeldet und mich als Nachfolgerin angeboten. Et voila: mein Angebot wurde angenommen!

Improtraining für Führungskräfte

Im nächsten Jahr freue ich mich auf neue Projekte und Produkte, die ich zusammen mit meinen talentierten Kolleginnen angehen werde! Ein Hoch auf Kreativität und Spielfreude!

Seminare:

Von der Stimme zur Persönlichkeit und Kommunikation. Neben Stimmtraining und Rhetorik Workshops habe ich Seminare zu den Themen Stärkenanalyse, Selbstmanagement, Werte und Glaubensätze, Gewaltfreie Kommunikation (Marshall B. Rosenberg ), das 4 Ohren Modell und Das Innere Team (Friedemann Schulz von Thun) gegeben. Und ja! Zum ersten Mal nach März 2020 auch in einem echten Seminarraum!

Wie es war? Aufregend! Inspirierend! Und lebendig! Ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Und den Satz „Ich freue mich so, wieder in einem Raum mit meinen Teilnehmerinnen zu sein“ habe ich mindestens zehn Mal wiederholt. Das ist auch der Grund, warum mich Theater so fasziniert: die Zeit und den Raum teilen, und einen neuen Raum gleichzeig gemeinsam erschaffen.

Mein erstes Live Seminar in C-Zeiten

Weihnachtsaktion:

Außerdem habe ich im Dezember zum ersten Mal eine Weihnachtsaktion gemacht. In den letzten 10 Jahren durfte ich mit vielen talentierten und inspirierenden Menschen zusammenarbeiten: auf der Bühne, im Seminarraum und Online. Dabei erfuhr ich immer wieder unerwartete Unterstützung von meinen Mentorinnen. Jetzt bin ich selbst für viele Menschen die „person to go“, wenn es ums Präsentieren, Lampenfieber und Moderieren geht. Also kam mir die Idee, es meinen Mentorinnen gleich zu tun.

Meine Weihnachtsaktion 2021

Ich habe meinen Aufruf per E-Mail und auf Social Media geteilt. Der Resonanz, den ich bekommen habe, war überwältigend. Ich habe neue Menschen kennengelern, die mich über drei Ecken gefunden haben. Meine alten Kontakte, die ich als „eingeschlafen“ markiert habe , haben sich bei mir gemeldet und wollten mit mir wieder arbeiten. Und das hörte ich nach meinem Coaching:

– Es ist unglaublich, was ich nur in 30 Minuten alles gelernt habe!
– Ich habe nie gedacht, dass es da einen Zusammenhang gibt.
– Schöner kann ein Freitag nicht beginnen!

Und schöner kann ein Jahr nicht enden!


Asta Nielsen: Wiederaufnahmen auf Hiddensee

Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs, es ist mir die Luft, in der ich atme.
– Clara Schumann

Die Theaterproduktion über Asta Nielsen, die ich 2019 ins Leben gerufen habe und mithilfe von Seebad Hiddensee und enkidu-events realisiert habe, ist für mich wie die Luft zum Atmen. Auf der Bühne zu stehen – darauf könnte ich freiwillig niemals verzichten. Nach der erfolgreichen Premiere letztes Jahr durften wir 2021 zwei Wochen am Stück vor dem Asta Nielsen Haus Theater spielen.

Duett mit Yuri Gárate ©Janet Lindemann

War es anderes als 2020? Ja!!! Nicht chronologische Zeitsprünge, fünf Perücken, zwölf Kostüme und vier Spielrichtungen haben mich nicht mehr aus der Fassung gebracht! 1,5 Stunden Hochkonzentration und Spielfreude zugleich! Mehr Zuschauer, mehr Interaktion, mehr Resonanz!

Die Interview Szene ©Janet Lindemann

Eine meiner Lieblingsszenen im Stück ist die Stummfilmszene aus dem Film „Die Börsen Königin“.
Mein Gott was haben wir bei den Proben gelacht! Wobei am Anfang war es sehr knifflich auf die Sekunde genau die Originalszene nachzuspielen.

Die Börsenkönigin ©Janet Lindemann

Wussten ihr, dass man in Stummfilmen eigentlich gar nicht stumm war? Die Schauspieler haben tatsächlich gesprochen! Teilweise auch sehr lange Passagen, was dann nur auf einen Satz als Lesetext reduziert wurde.

zurück in Dänemark ©Janet Lindemann

Die berühmte Schlussszene auf dem Balkon! „Es ist ein großer Irrtum zu glauben, nur Jugend und Liebe gehören zusammen!“ Zu ihrer späten Liebe Christian Theede hat Asta Nielsen mal geschrieben:
„Nie war ich in meinem Leben ganz zufrieden, nie ganz glücklich. Heute bin ich es.“

Die Schlussszene auf dem Balkon ©Janet Lindemann

Ich bin so dankbar für die Möglichkeit, meine Schauspielkunst ausleben zu können.
Dankbar für die Zuschauer, die im Stehen applodierten, Fragen stellten und uns paar Scheine mehr in die Hand drückten.
Dankbar für mein Team, mit dem ich auch vierzehn Jahre später Theater machen kann.
Dankbar für meine tollen Freundinnen, die für mich gekocht und mein Kind betreut haben.
Dankbar für andere Künstler auf Hiddensee, die uns unterstützt haben.


Homeoffice und Büro

So sah es zwischen den Kulissen aus. Wenn ich nicht gecoacht, geprobt oder gespielt habe. Im Sommer gern draußen auf der Terrasse oder auf dem Gemeinschaftsdach. Mit viel Grün und Licht. Wenn ich neue Konzepte entwickle oder meine Blogartikel schreibe, brauche ich meinen Rückzug: allein am Schreibtisch mit zugezogenen Gardinen 🙂

Für meinen Teilzeit Job bin ich zum ersten mal nach März 2020 mit dem öffentlichen Verkehr in Berührung gekommen. Was mental und rein physisch nicht immer einfach war. Ich bin dann irgendwann auf die Idee gekommen, die halbe Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Das hat enorm geholfen. Und im Sommer bin ich sogar 10 km hin und zurück geradelt, durch Treptower Park und Wuhlheide. Am Ende des Tages wartete auf mich eine Belohung: durchtrainierte Muskeln und eine Abkühlung im Prinzenbad. Das fröhliche Lachen und Quietschen meines Sohnes inklusive.

In der S-Bahn

Mein Homeoffice Tag wurde von Zeit zu Zeit durch eine Joggingrunde in der Hasenheide unterbrochen. Überhaupt, wenn ich merkte, dass ich ins Stocken geraten war, zog ich meine Laufschuhe an und rannte los.

Cool Down auf dem Dach

Wenn ich so lange aufs Pedal trete oder durch den Wald jogge, passiert noch was Wunderbares: ich versetze mich in einen Flow-Zustand. Ich bekomme Antworten auf meine Fragen und gewinne neue Erkenntnisse.


Erkenntnis des Jahres

Wobei die größte Erkenntnis des Jahres kam, nachdem ich die ersten 5 Theatervorstellungen abgespielt hatte. Ich lag eines Nachts in der Künstelerunterbringung auf Hiddensee wach im Bett und dachte: es ist wahr geworden. Alles, was sich im meinem Kopf 2019 abgespielt hatte, ist wahr geworden. Ich habe es vor meinem inneren Auge gesehen und dann wurde es zur Realität! Á la Walt Disney „If you can dream it, you can do it“.

Nach innen lauschen auf Hiddensee

Was unglaublich beflügelt aber auch beängstigend ist. Denn jetzt habe ich keine Ausreden mehr! Sätze wie „Ich habe nicht genug…. “ oder „Ich schaffe es nicht allein“ gelten nicht mehr. Da war ja bei mir was los, sage ich euch. Die Glaubensätze stürzten ab, alte Muster bekamen eine tiefere Untersuchung. Und danach fühlte ich mich erstmal ganz leer. Wie neugeboren. Bereit, etwas Neues zu erschaffen.


Learnings des Jahres

Sich leer machen und neue Schritte wagen – das war nicht immer schmerzfrei! Ich durfte 2021 vieles dazu lernen. Darüber könnte ich einen ganzen Blogartikel schreiben. Doch bleiben wir bei den Big Five:

1) Zu viel Flexibiliät und Anpassungsfähigkeit können mich von meinem Ziel abbringen.

2) Meine Grenzen klar kommunizieren, und nicht nur denken.

3) Menschen, die sich nur auf meine Schwächen fokussieren, wollen gar nicht, dass ich mich weiterentwickle.

4) Ich muss aufhören, nach dem perfekten Rahmen für mich zu suchen.

5) Den Rahmen, in dem ich mich vollständig entfalten kann, kann nur ich erschaffen.

Was könnte besser laufen?

Und jetzt kommt der Moment, in dem ich mich Frage: Was kann ich anders machen? Wie kann ich rechtzeitig die alten Muster erkennen? Was hilft mir neue Muster zu etablieren? Keine leichte Aufgabe. Zum Glück habe ich 2020 ein Tool für mich entdeckt, das mich dabei unterstützt und Sicherheit gibt. Ich spreche von der grandiosen Methode von Ryder Carroll: Bullet Journal


Mein Bullet Journal 2021

Ob im Homeoffice oder im Büro, mein Bullet Journal ist mein ständiger Begleiter.
Seit 2020 habe ich mittlerweile 5 Notizbücher mit Future Logs, Monthly Logs, Weekly Logs und Daily Logs vollgeschrieben. Dort sind auch meine Gewohnheitstracker (ohne die ich niemals meine Vitamine regelmäßig einnehmen würde) zu finden, meine Lieblingszitate, Tagebucheinträge und Brainstormings.

Ich liebe es mit dem Stift auf Papier zu schreiben. Es befreit meinen Kopf und wirkt auf mich meditativ. Es hilf mir fokusiert zu arbeiten und meine Zeit besser zu planen. Vor allem aber wird mir von Monat zu Monat klar, warum ich tue, was ich tue.

Übringens, sich jeden Tag Zeit zu nehmen und zu reflektieren ist der beste Weg abends abzuschalten. Nächstes Mal, wenn sich Deine Hand Richtung Telefon oder Tablet bewegt, frag Dich, ob Dich das wirklich entspannt. Greif lieber zum Stift und fang an zu schreiben. Denn um mit Worten von Ryder Carroll zu sagen:
„All you need is pen, paper and 4 minutes“. Mehr zu meiner Bullet Journal Reise hier.


Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres 2021

Im meinem BuJo entstehen auch oft meine Blogartikel. Gerade, wenn ich unterwegs bin, schreibe ich meine Ideen sofort auf – irgendwie fühlt es sich besser an, als in der WordPress App klein zu tippen. Apropos Blogartikel. Hier ist meine eigene Auslese des Jahres:

  1. Während der Challenge „Boom Boom Blog“ von Judith Peters aka Sympatexter ist mein Artikel „Warum ich Stimmarbeit liebe?“ entstanden. Dabei bin ich innerlich in meine Kindheit gereist und habe mich mit meiner Identität auseinandergesetzt.

    Boom Boom Blog Challenge 2021
  2. Dieses Jahr fiel der Muttertag auf den 9. Mai. Für mich als Russin ein besonderes Datum. An diesem Tag ist „Ein anderer Muttertag“ entstanden. Die Tradition am 9.Mai zum Treptower Park zu fahren konnte ich dieses Jahr nicht fortsetzten, dafür aber meine Gedanken aufschreiben.

    Am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park
  3. Bei der Aufnahme der vorletzten Meditionen für INNER JOY ist mir irgendwann die Puste ausgegangen. Dazu kam noch, dass mein 6-jähriger Sohn positiv auf Corona getestet wurde und wir mussten zum dritten mal in den letzten zwölf Monaten in die Quarantäne. An einem Abend kurz vorm Einschalfen fiel mir ein, dass mir noch acht Aufnahmen fehlten. Was danach geschah kann man hier nachlesen: „Chips vorm Sprechen? Unbedingt!

    Mein Kleiderschrank als Sprecherkabine

Ich würde mich freuen, wenn Du diese Artikel lesen würdest und mir Deine Meinung dazu sagst 🙂
Viele Artikel sind bei mir unter „Entwurf“ gespeichert und ich wünsche mir oft, ich hätte mehr Zeit sie bis zur Veröffentlichung zu führen. Das werde ich nächstes Jahr in Angriff nehmen!


Bücherliste 2021

Ich habe irgendwann festgestellt, wie schwer es mir fällt selbst zu schreiben, wenn ich ein spannendes Buch gerade lese. Vor allem wenn es um einen Roman geht, wenn die Geschichte mich mitnimmt und ich ein Teil der Handlung werde. Lustigerweise verhält es sich mit den Sachbüchern und Ratgebern anders. Die kann ich gut zur Seite schieben oder gar monatelang pausieren. Diese Bücher sind jedes Jahr bei mir auf dem Tisch zu finden:

Meine Klassiker plus BuJo

Auf die Gefahr hin, keinen neuen Blogartikel zur Stande zu bringen, habe ich auch dieses Jahr jeden Tag gelesen. Die Liste unten ist meine persönliche Empfehung. Ich habe nur die Creme de la Creme ausgewählt und diese in zwei Kategorien aufgeteilt:

📖 Fachlich und sachlich:

– Bettina Schinko, Stimme und Persönlichkeit
So schön, wenn deine Lehrer dich über Jahre begleiten. Bettina Schinko hat mich vor ca zwanzig Jahren für’s Vorsprechen an Schauspielschulen fit gemacht. Danach haben wir uns aus den Augen verloren und seit paar Jahren FB sei Dank wiedergefunden. Für alle, die beruflich viel präsentieren, oder sich mit der Stimme und Sprechen beschäftigen wollen kann ich Bettinas Buch wärmestens empfehlen.

Immer griffbereit

Doris Dörrie, Leben, schreiben, atmen (als Hörbuch)
Die Stimme von Doris Dörrie hat mich 2021 stundenlang begleitet – auf dem Fahrrad, in der S-Bahn, beim Einkaufen und am Landwehrkanal. Ihr Buch „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben“ hat mich zum Lachen und Weinen gebracht, vor allem aber half es mir, meine Schreibroutine beizubehalten.

– Olga Grjasnowa, Die Macht der Mehrsprachigkeit
Dieses Werk habe ich innerhalb von 3 Stunden durchgelesen. Mein Verdikt: es soll als Pflichtlektüre in allen Schulen eingeführt werden. Eine bedeutende Stimme der Gegenwart. Unbedingt lesen.

📖 Romane und Geschichten

– Mariana Leky, Was man von hier aus sehen kann
Mein persönliches Buch des Jahres. Unglaublich schön, lustig, berührend und traurig. Mariana Leky ist eine begnadete Erzählerin. Unbedingt lesen uns ganz viele Taschentücher einpacken!

– Synke Köhler, Kameraübung
Kurzgeschichten auf höchsten Niveau. Ein Querschnitt durch den Alltag und Familiengeschichten. Sehr präzise und humorvoll. Ich hatte Glück dieses Jahr auf Hiddensee persönlich kennenzulernen. Zuerst als Zuschauerin in meinem Theaterstück „ASTA! ASTA! ASTA!“ und dann als Autorin bei der Lesung „Die Entmieteten“ auf Hiddensee bei der großartigen Ute Fritsch im Blauen Haus

– Nina George, Die Mondspielerin
„Große Seelen erkannte man daran, dass sie die Fehler der anderen nicht gegen sie wendeten“, ist eins meiner Lieblingszitaten aus diesem Buch. Für alle, die denken, es sei zu spät und hoffnungslos. Ein berührender Roman, der Lust auf Bretagne-Urlaub macht.


Frauen, die mich 2021 inspiriert haben

Meine Bücher des Jahres stammten 100% von Frauen – das ist mir erst beim Jahresrückblick Schreiben aufgefallen. Ich möchte aber auch meine Heldinnen des Jahres erwähnen, die mich beeindruckt, unterstützt, inspiriert oder angespornt haben . Ich Erstens möchte ich mich bei den Frauen bedanken, die einen direkten Einfluss auf meinen Alltag haben.

Freundin, Co-Bloggerin und Nachbarin

Wenn ich mich mal als Mutter in Frage stelle, oder mich generell überfordert führe, weiß ich wessen Nummer ich wählen soll. Meine langjährige Freundin und ein großartiger Coach Maren Hoff. In meinem letzten Jahresrückblick habe ich ihr Buch „Jedes Kind darf glücklich sein“ vorgestellt. Maren habe ich 2009 in München bei einer Theaterproduktion kennengelernt. Seitdem verbindet uns eine tiefe Freundschaft, außerdem seh ich Maren als meine Business-Budyy:

Dann gibt es eine wunderbare Svenja Lehmann – eine Asana Meisterin und die beste Co-Bloggerin ever! Svenja habe ich beim Jahresrückblog 2020 online kennengelernt. Seit einem Jahr bloggen wir zusammen, motivieren uns gegenseitig und tauschen Gedanken zum Thema Muttersein aus. Es wird langsam Zeit für ein gemeinsames Foto, liebe Svenja!

Co-Blogging mit Svenja Lehmann in meinem BuJo

Fullcircle. Diesen Begriff habe ich von meiner ehemaligen Nachbarin Lena Böhm zum ersten Mal gehört. Die grundliegende Idee ist: schließe zuerst den alten Kreis, bevor Du einen neuen öffnest. Seitdem sehe ich alles was ich tue als „einen Kreis öffnen“. Für alle, die sich mit den Thema Ordnung und Klarheit beschäftigen, kann ich Lenas Webseite wärmstens empfehlen!

Meine Online Connections

Übringes, falls es Dir beim „Kreise schließen“ genauso wie mir geht, kann es sein, dass Du zu den Scanner-Persönlichkeiten gehörst. Oder wie Julia Mack es nennt, zu den „Multipreneur:innen“. Ich habe bei Julia eine Masterklass zu diesem Thema gemacht und bin gerade dabei meinen Frieden mit all meinen Wünschen und Idee zu finden. Ich durfte bei Julia sogar als Teilnehmerin-Stimme fungieren:

Wenn es um Storytelling und die Heldinnenreise geht, darf Iris Seng nicht unerwähnt bleiben. Bei Iris habe ich jedenfalls eine Masterclass mitgemacht und ihr Podcast „Your Story is Your Business“ steht bei mir auf Spotify ganz oben.

Und zum Schluss kommen zwei Frauen, die für mich nicht nur in diesem Jahr als Vorbild und Ansporn gelten. Zum einen Judith Peters, die schon Ende 2019 mit der Challenge Jahresrückblog in mein Leben kam. Dank Judith entdeckte ich wie befeiend und wirksam ist es, das was ich beruflich tue, in Worte zu fassen. Judith, you are my Blog Queen! Ich lerne jedes Mal dazu, wenn ich bei Deinen Challenges mitmache und Deine Blogartikeln lese. Danke!!!

Auch Judith Peters ist es zu verdanken, dass ich die Europe’s #1 Online Business Mentor aka Sigrun kennenlernen durfte. Zuerst sah ich Sigrun’s TED Talk an, dann lass ich ihren Blog, hörte ihren Podcast und dann machte ich eine Masterclass mit. Spätestens da war mir klar, SOMBA KICKSTART wird mein nächster Schritt sein. Ende Januar geht es los, ich bin sehr gespannt und voller Tatendrang!


Mein Jahr als Mama

Dieses Jahr spürte ich deutlich, wie erwachsen mein Sohn geworden ist. Und wie ich mich als Mutter entwickelt habe. Und wir haben wieder so viele Sachen erlebt! Erst den verschneiten Winter. Das war der Moment, wo Laurence Eis Hockey endeckt hat. Paar Jungs haben auf dem gefrorenen Landwehrkanal den Puck hin und her geschossen. „Mama, was spielen sie da mit den Stäbchen?“ und dann „Ich will es auch!„. Eine Stunde später wurden Schlittschuhe bestellt, für mich auch.

Dann genoßen wir die ersten warmen Tage auf dem Gemeinschaftsdach oder auf dem Tempelhofer Feld:

Auch dieses Jahr war es mit der Kinderbetreuung in der Kita ein Glücksspiel. Unsere gewohnten Freizeitsaktivitäten mussten coronabedingt pausieren. Irgendwann habe ich privat Musikunterricht für mein Kind und 2 andere Kidner aus der Kita organisiert:

Und wenn es im Lockdown oder in der Quarantäne ganz schlimm wurde, sangen wir lauthals unsere Lieblings -Disneysongs. Dabei spielten wir vierhändig auf dem Klavier. Zur Freude aller Nachbarn 🙂

Und dann im Juni konnten wir uns endlich mehr oder weniger frei bewegen! Als wir auf dem Weg nach Wannsee zu unseren Freunden waren, konnte Laurence seine Freude woanders als zu Hause zu sein, nicht für sich halten. Als wir am Hermannplatz auf die U7 warteten, sagte Laurence: „Schau mal, das ist bestimmt ein Museum!“ – vor mir stand eine schäbige Kabine der Wachmänner.

Nach dem Thetaerstück Paulas Reise in Mutter Fourage

Endlich durften wir ins Theater! Andere Kinder treffen und ein bisschen Normalität verspüren. Im Juli kam jedoch der nächste Schlag. Eine unserer Erzieherinnen hatte Verdacht auf Corona. Noch am gleichen Tag bekam Laurence Fieber. Zwei Schnelltests waren positiv, der PCR Test ebenfalls. Es folgten zwei sehr lange und anstrengene Wochen. Theoretisch sollte mein Sohn die ganze Zeit isoliert bleiben. Was bei einem 5-jährigen einfach nicht realistisch ist. Wir haben nonstop Maske tragen und als der kritische Zeitraum vorbei war, trauten wir uns für paar Minuten auf die Terrasse. In diesen Wochen hat mein Sohn Siedler Spiel gelernt und mich regelmäßig besiegt.

Als Corona überstanden war, ging es wieder aufwärts. Die Krönung war unser Aufenthalt auf Hiddensee.

Mein treuer Zuschauer und gnadenloser Kritiker, wenn es darauf ankommt! Laurence hat keine Vorstellung von mir verpasst. Ich glaube es gibt kaum noch einen anderen Fünfjährigen, der so über Asta Nielsen, Ringelnatz, Mascha Kaleko und Gerhardt Hauptmann spricht, als wären sie seine besten Freunde.

Natürlich gab es reichlich Zeit alle Quarantänen und Lockdowns wegzuspülen und den Strand zu genießen.

Seit dem 24.Oktober 2021 (so habe ich mir mín meinem BuJo notiert) darf ich mich offiziell Eis Hockey Mama nennen. Der Kreis hat sich geschlossen! Und die Schlittschuhe kamen endlich zum Einsatz!

Weihnachtswunder

Am 22.Dezember geschah ein Wunder: uns erreichte der Brief vom Weihnachtsmann, also ein richtiger Brief!

Vor ca drei Wochen hat mein Sohn darauf bestanden, seinen Wunschzettel in einen Briefumschlag und später in einen Briefkasten zu stecken. Ich hab dabei geschmunzelt und meinte, dass ich keine genaue Adresse vom Weihnachtsmann hätte.

Vorsichtshalber habe ich den Absender angegeben und oben links „An den Weihnachtsmann“ geschrieben.

Und jetzt hat er tatsächlich geantwortet!!!

Als ich die Antwort las kullerten mir die Tränen herunter. Da kam wohl mein inneres Kind zum Vorschein. Als ich klein war, legte ich meinen Wunschzettel einfach auf das Fensterbrett. Am Morgen darauf wunderte ich immer, wohin er verschwunden war: Väterchen Frost hat ihn nachts abgeholt, hieß es dann.

Jetzt denke ich, wie cool ist das denn, wenn ein Kind einen Resonanz erfährt! Ich schicke etwas in die Welt und es kommt zu mir zurück! Was für ein genialer Zustand! Ich bin sicher, was ich denke, schreibe, sage ist wichtig! Und es lohnt sich, meine Wünsche zu äußern!

Diesen Zustand wünsche uns allen. Nicht nur zur Weihnachtszeit!

Mein Ausblick auf 2022

Was erwartet mich nächstes Jahr?
Ich werde weiter Coachings und Trainings geben – online und offline.
Ich werde wieder auf Hiddensee Theaterspielen.
Ich werde noch mehr Meditationen einsprechen und selbst welche kreieiren

Pläne schmieden auf dem Dach

2021 hatte ich oft das Gefühl, mir selbst im Wege zu stehen. Für 2022 habe ich ein Motto gewählt, das mich ins Tun bringt:
Progress Over Perfection.

Ich freue mich sehr auf Januar und mein SOMBA KICKSTART Programm.
Auf neue Kundinnen und meine ersten digitalen Produkte.
Auf neue Blogartikel und geschossene Tore im Eisstadion.
Auf neue Geschichten und Begegnungen.

Morgen werde ich mit anderen großartigen Frauen meinen Jahresrückblick der Öffentlichkeit bieten. Zum zweiten Mal in meinem Leben. Und es wird Judith Peters sei Dank nicht der letzte sein.


Was? Du hast meinen Jahresrückblick 2021 bis zu Ende gelesen?
Schreib mir, welches Thema fandst Du besonders spannend?

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Ich bin professionelle Schauspielerin, Stimm- und Präsenztrainerin

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