Persönliches

Mein 3×3 Juni 2022

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Manchmal brauchst es drei Versuche.
Nachdem ich im März 2022 von Katja Scalia’s Idee mit 3×3 Format erfahren habe, war ich Feuer und Flamme. Doch weder im April noch im Mai kam ich dazu, meine 3 Ergebnisse, 3 Erlebnisse und 3 Dinge, für die ich diesen Monat dankbar war, in einen Blogartikel umzuwandeln.  

Das Format ist neu. Schriftliche Reflexion praktiziere ich aber seit ich einen Stift in der Hand halten kann. Meine Tagebücher, Projekt- und Proben Bücher und nicht zuletzt meine Bullet Journals sind meine ständigen Begleiter.

Nun erblickt mein erster 3×3 Blogartikel das Licht. Und die erste Frage lautet….

 

WAS HABE ICH ERREICHT?

  1. Theater:

    – Vom 07. Juni bis zum 14. Juni stand ich jeden Abend auf der Bühne. Genauer gesagt auf der Wiese. Denn das Stück „Asta! Asta! Asta!“ wird Open Air vor dem Asta Nielsen Haus „Karusel“ auf der Insel Hiddensee gespielt.

    Und nicht nur „stand“, sondern auch sang und tanzte und improvisierte:
    – 2 Stunden, 15 Kostüme, 5 Perücken, 3 Bühnenbilder.

    Mit einem Wort: Leistungssport.


    Das Plakat für „Asta!Asta!Asta“ 2022



  2. Online Business:

    Meine Newsletter sind wieder da – ich habe zurück zu meiner Schreibroutine gefunden!
    Und ich habe endlich viel mehr Videos von mir gedreht und war regelmäßig mit meinen Impulsen live in sozialen Netzwerken.

    Ich habe den Text für mein neues Freebie geschrieben. 
    Neue Mitstreiterinnen kennengelernt. Und ein neues Claim definiert:

    STOP presenting
    START connecting.


    Screenshot von meinem IG Profil

     



  3. Role Model für meinen Sohn:

    Anfang Juni kam mein Sohn nach Hause und meinte: 

    – Ich möchte das Lied „Echte Freunde“ mit anderen Kindern bei der Abschlussfeier singen. Aber die Erzieherinnen sagen, dass wir nur Lieder singen werden, die alle Kinder können (Blick nach unten, Unterlippe nach vorne).
    – Kennt kein anderes Kind außer Dir dieses Lied?
    – Doch ein paar…. aber eben nicht alle. Ich möchte aber unbedingt, aber ich darf nicht…
    – Du darfst! Und Du wirst! 

    E-Mails an die Eltern geschrieben, mit den Erzieherinnen gesprochen und schon leite ich die erste Gesangsprobe mit achtzehn 5-6 Jährigen. Alle Kinder freuen sich. Erzieherinnen auch. Und mein Sohn hat gelernt, wie er seine Ideen in die Tat umsetzten kann. Auch wenn es zuerst unmöglich erscheint.

 

WAS HABE ICH ERLEBT?

  1. Mittsommer auf Hiddensee:

    Weiße Nächte am Strand. Salziger Wind und heißer Sand.
    Sonne im Wasser. Doppelter Regenbogen um 22:00 Uhr.

    Pferdekutschen und Schafe.
    Geretteter Schwalbenküken. Fremde Katze im fremden Haus.

    Fischbrötchen und Limo bei „Klausner“.

    Dünen, Strand, Meer, Wolken und Sonne über dem Wasser. Weiße Nächte auf Hiddensee Vitte
    Weiße Nächte auf Hiddensee



    Leuchtturmblick. Dornbusch. 
    Gingster und Hagebuttenblüten Meer.

    Roter Klatschmohn. Fischerboote bei Nacht.
    Supermond im Hafen. Igel im Fahrradlicht.

    Reh im Garten. Fuchs in den Dünen.
    Frühes Erwachen. Und viel zu früher Abschied.


  2. Bühne:

    Mit jeder Körperzelle das Publikum spüren.
    Zugabe und das Bier danach.

    Ab- und Aufbau. Auch zwei mal am Tag.
    Sandsäcke, Lautsprecher, fehlgekaufte Adapter.

    Wehende Theater Flyer. Postkarten und Hüte.
    Schweiß und Gänsehaut. Immer.

    Schauspielerin Julia Romanova hält ihren Abschlussmonolog aus dem Theaterstück "Asta! Asta! Asta!" auf dem Balkon vom Asta Nielsen Haus "Karusel" auf Hiddensee Vitte
    Abschluss Monolog auf dem Balkon vom „Karusel“


    Monolog ohne Kostüm. Festgeklemmte Balkontür.
    Falsche Abgänge und falscher Text.

    Applaus mit Tränen.
    Umarmung.



  3. Vorbereitung auf die Kita Abschlussfeier:

    Orga und Logistik.
    Gesangsproben: In der Kita und Zuhause. 

    E-Mails und What’sApp Nachrichten.
    Manchmal bis 1:30 in der Nacht.

    Videokonferenzen. Aber nur bis 22:00.
    Damit ich noch arbeiten kann.

    Ein Blatt Papier mit einer Collage als Abschiedsgeschenk für die Kita
    Abschiedsgeschenke für Erzieherinnen basteln


    Zaubertricks lernen. Zaubertricks beibringen.
    Mit und ohne weiße Handschuhe.

    Trösten. Basteln. Träumen.
    Weitermachen.

WOFÜR BIN ICH DANKBAR?

Das ist jetzt ganz schwierig für mich: nur drei Dinge? Ich habe mindestens 300! Gut, ich versuche nach den Regeln zu spielen: im Juni 2022 war ich dankbar für

  1. Mein Künstler-Ich auf der Bühne ausleben zu dürfen und meine Wirksamkeit zu spüren.

  2. Wolkenschäfchen und Sternenhimmel auf dem Dach beobachten

  3. Meine Familie in Sicherheit zu wissen, auch wenn ein Wiedersehen nicht in Sicht ist.



Geschafft! Wahnsinn! Jetzt muss ich doch die Regeln brechen und mich bei der tollen Katja Scalia bedanken (viertes Ding 🙂 – Danke fürs Motivieren, Erinnern und Strahlen 🙂 

Ich hab nun Blut geleckt. Ende Juli schreibe ich dann den nächsten 3×3 Artikel.

Ich bin professionelle Schauspielerin, Stimm- und Präsenztrainerin

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